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Tausendfüßler in der Terrarienhaltung

Tausendfüßler

Tausendfüßler erfreuen sich in der Terrarienhaltung immer größerer Beliebtheit. Aber warum ist das so? Wir wollen Dir diese Vielfüßler etwas genaue vorstellen und dadurch verdeutlich, warum sie in der Terraristik so beliebt geworden sind.

Tausend
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Pluspunkte

Zuerst ist da der relativ geringe Platzbedarf: Für kleinere Arten reicht ein sogenannter “Spinnenwürfel” mit den Maßen 30 x 30 x 30 cm aus. Wichtig ist, dass die Einstreuhöhe von mindestens 10 cm eingehalten werden kann, um den Tieren ihre natürlichen Verhaltensweisen (durchgraben des Bodensubstrates auf der Suche nach Nahrung) zu ermöglichen. Ein weiterer positiver Aspekt bei der Haltung ist, dass bei den meisten Arten auf eine zusätzliche Wärmequelle verzichtet werden kann, da sie sich bei Temperaturen zwischen 20°C und 24°C am wohlsten fühlen. Die Fütterung gestaltet sich ebenfalls für einige Terraristik Liebhaber einfacher, da keine lebenden Insekten oder Nagetiere verfüttert werden müssen. Die meisten Arten geben sich mit Totholz, abgestorbenen Pflanzenteilen und ab und an etwas Gemüse zufrieden.

Richtig interessant wird es in der Dämmerung bzw. in der Nacht: Dann verlassen die Tausendfüßler ihre Verstecke bzw. krabbeln aus dem Substrat hervor, um das Becken nach Fressbarem zu durchsuchen. Dabei klettern sie über Wurzeln und Steine und zeigen ihrem Halter, wie gut sie mit ihren vielen Beinpaaren agieren können. Eine kleine Besonderheit einiger Arten ist, dass sie in Symbiose mit verschiedenen Arten von Milben leben: Diese Symbiose-“Partner” nutzen die Tausendfüßler als bequemes Transportmittel, halten diese frei von schädlichen Pilzen und ernähren sich zudem noch vom Kot der Vielbeiner. Sollte die Anzahl der Milben doch einmal zu groß werden, kann man sie vorsichtig mit einem feinen Pinsel abpinseln.

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Fun Fact

Kleiner Fun Fact am Rande: Die meisten Tausendfüßler haben gar keine 1000 Füße. Ihre Beinanzahl variiert je nach Art stark und liegt meistens zwischen 16 und 750 Beinen. Der Name ist also eher sprichwörtlich gemeint. Es gibt jedoch eine faszinierende Ausnahme: Im Jahr 2021 wurde in Australien die Art Eumillipes persephone entdeckt. Exemplare dieser Art haben bei Zählungen tatsächlich bis zu 1306 Beine und sind damit die einzigen Tausendfüßler, die ihrem Namen auch wirklich gerecht werden. 

Autoren

Christian Huf

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