Eine Rarität für dein Terrarium
Meister der Tarnung aus Südostasien
Die Moos- und Flechtenfrösche stammen ursprünglich aus Südostasien und gehören zur Gattung Theloderma. Bekannt geworden sind diese zu den Ruderfröschen gehörenden Arten durch ihre hervorragende Tarnung. Wenn die kleinen Frösche eng und ruhig an einem Ast oder Stein sitzen, sehen sie aus wie ein kleines Stückchen Moos. So perfekt getarnt entgehen sie mit Erfolg möglichen Fressfeinden wie Reptilien, Vögeln oder Säugetieren.
Zwei Arten in unserer Zucht
Wir haben derzeit zwei unterschiedliche Arten dieser spektakulären Amphibien in der Zucht: den Vietnam-Moosfrosch (Theloderma corticale) und den Ryabovs Flechtenfrosch (Theloderma ryabovi). Mit Theloderma ryabovi läuft es in unserer Zucht gerade so erfolgreich, dass wir dir einige Nachzuchten dieser interessanten Frösche anbieten können. Deshalb möchten wir dir diese Art hier einmal genauer vorstellen.
Erst 2006 entdeckt: der Ryabovs Flechtenfrosch
Der Ryabovs Flechtenfrosch wurde erst 2006 entdeckt und beschrieben. Bisher wurde er vorwiegend in den kühlen Hochland-Regenwaldgebieten Vietnams gefunden. Genauer gesagt wurden Tiere aus der Provinz Kon Tum gemeldet.
Flechtenfrosch oder Moosfrosch: die Unterschiede
Färbung und Tarnung
Der erste Unterschied zum „klassischen“ Vietnam-Moosfrosch (Theloderma corticale) ist die Hautfarbe. Den Vietnam-Moosfrosch kennen wir als „lebendes Stück Moos“. Er kommt im satten „Moosgrün“ daher und verbringt den Tag auf Steinen und Ästen zwischen gewachsenem Moos.
Die Haut des Ryabovs Flechtenfroschs hat eine raue Knötchenstruktur, und farblich dominieren bei ihm eher Grau-, Braun- und Beigetöne. Mit dieser Färbung imitiert er ideal eine „Baumflechte“ und verbringt den Tag gut getarnt an Baumrinden zwischen Flechtenbändern.
Körpergröße
Ein weiterer Unterschied ist die Größe: Theloderma corticale kann bis zu 9 cm groß werden, Theloderma ryabovi meist nur um die 4 bis 5 cm.
Das haben beide gemeinsam
Beide Arten sind nachtaktiv! Der Flechtenfrosch versteckt sich tagsüber gerne in Astspalten oder abstehender Rinde. Der Moosfrosch verbringt den Tag halbschwimmend an Felsen und Wurzeln geklammert oder in Baumhöhlen.
Die Haltung im Aquaterrarium
Die klimatischen Bedingungen sind bei beiden Arten gleich, bei der Haltung gibt es aber trotzdem Unterschiede. Die Vietnam-Moosfrösche benötigen aufgrund ihrer fast doppelten Körpergröße ein deutlich größeres Aquaterrarium. Für ein Pärchen Ryabovi reicht ein Aquaterrarium mit den Maßen 60 x 45 x 60 cm. Größer geht natürlich immer!
Tagsüber sollten es 22 bis 24 °C sein, nachts darf es auf 18 bis 20 °C abkühlen. Höhere Temperaturen schaden den Tieren auf Dauer.
Wie bei den Vietnam-Moosfröschen sollte das Becken gut strukturiert eingerichtet werden. Der Boden kann komplett aus ca. 5 bis 10 cm hohem Wasser bestehen. Damit die Tiere gesund bleiben und sich erfolgreich vermehren, ist es wichtig, dem Wasser Gerbstoffe zuzufügen, zum Beispiel in Form von Seemandelbaumblättern.
Fütterung
Gefüttert werden beide Arten mit kleinen, gut ins Maul passenden Insekten wie Heimchen, Grillen, kleinen Schaben und Fliegen. Vor dem Verfüttern musst du die Insekten mit Vitamin- und Kalzium-Präparaten bestäuben.
Noch Fragen?
Du überlegst, ob ein Flechtenfrosch zu dir passt? Frag uns einfach! Keine Frage ist zu klein, und wir stehen dir gerne mit Rat und Tat zur Seite.

