Der Leopardgecko zählt wohl mit zu den am häufigsten gepflegten Terrarientieren in Deutschland. Was der Guppy für die Aquaristik ist, ist der Leopardgecko in der Terraristik: Er ist relativ leicht zu pflegen, verzeiht den ein oder anderen Haltungsfehler, ist leicht zu züchten und es gibt ihn inzwischen in den unterschiedlichsten Farbmorphen.
Vermeidbare Fehler
Wir wollen in diesem Beitrag aber gar nicht zu sehr auf den Leopardgecko an sich eingehen, sondern vielmehr auf die richtige Gestaltung und Einrichtung eines Leopardgecko-Terrariums. Denn immer noch werden bei der Gestaltung und Einrichtung viele Fehler gemacht, die sich leicht vermeiden lassen, wenn man sich vor der Anschaffung ein wenig mit den Bedürfnissen der Tiere auseinandersetzt.
Das richtige Terrarium
Egal ob man sich für ein Terrarium aus Glas, Holz, Kunststoff etc. entscheidet: Auf die Größe und Gestaltung kommt es an! Wenn man ein einzelnes Tier pflegen möchte, ist ein Terrarium mit den Maßen 80 cm x 50 cm x 50 cm (Länge x Breite x Höhe) ausreichend. Für eine Gruppe von 1.2 (1 Männchen und 2 Weibchen) sollte das Becken eine Fläche von 120 cm x 50 cm x 50 cm (Länge x Breite x Höhe) aufweisen. Für die richtige Einrichtung sollte man mal einen Blick auf das natürliche Habitat dieser Geckos werfen: Der Lebensraum besteht aus Felsen, Steinen, einen lehmhaltigen Boden, Altholz, Wurzeln etc.
Und genau so sollte auch das Terrarium gestaltet werden: der richtige Bodengrund (beispielsweise Desert Bedding von Lucky Reptile), viele Steine, Felsen und Hölzer, welche sowohl als Versteck als auch als Klettermöglichkeit genutzt werden können. Ausserdem auf jeden Fall eine Wasserschale und eine Wetbox.
So bitte nicht!
Im Netz geistern Bilder von „Behältnissen“ mit Fliesen als “Bodengrund”, Rückwände mit „Terrassen“ aus Styropor, welche wahrscheinlich gut gedacht waren, den Tieren aber nicht wirklich als Versteck und Rückzugsort dienen. Bodengrund aus Hobelspänen oder Vlies und anderes Kurioses sind nicht im Sinne des Leopardgeckos
Wärme
Als Wärmequellen haben sich Spotstrahler gut bewährt, welche punktuell eine hohe Temperatur erreichen und die angestrahlte Fläche gut erwärmen. Diese Flächen werden dann gerne nachts von den Tieren aufgesucht, um noch die Restwärme aufzunehmen.
An die Beleuchtung stellen die dämmerungs- und nachtaktiven Tiere keine sonstigen Ansprüche.
Futter
Als Futter werden Heimchen, Grillen, Mehlwürmer, Bienenmaden usw. gerne genommen. Diese sollten, wie bei allen Tieren in der Terraristik, vor dem verfüttern mit Vitamin- und Mineralstoffen „bepudert“ werden
